BPOL - REITERSTAFFEL

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10.02.08, 09:54:08

Hotte


Wie die bgv aus Gesprächen mit dem BMI gesichert erfahren hat, ist der Bestand der Reiterstaffel in Berlin durch die Entscheidung des Rechnungsprüfungsausschusses am 12.12.2007 politisch abgesichert, dies fehlte bisher.

Im Einzelnen bedeutet das die Sicherheit für 24 Dienstpferde und 35 Dienstposten für Reiter. Zugleich ist damit der KW-Vermerk für die Reiter gestrichen worden. Es liegt nunmehr an der BImA und dem Land Berlin eine geeignete Liegenschaft für die Reiterstaffel zu finden.

Die bgv freut sich über diesen Erfolg, würde es lieber sehen, dass die Staffel mit den ursprünglich 45 Pferden erhalten bliebe.
19.12.08, 09:27:01

Hotte

Hoffnung für die Reiterstaffel ?

Nach Jahren der Unruhe besteht Hoffnung, dass die Reiterstaffel der Bundespolizei endlich eine gemeinsame Zukunft findet. Nach heutigem Stand der Dinge werden die bisher auf die Stand-orte Berlin-Spandau und Berlin-Grunewald ver-teilten Bundespolizeireiter eventuell in Berlin-Karlshorst auf dem Gelände der Trabrennbahn unterkommen können. Das Ansinnen des BMI muss jetzt noch vom Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages genehmigt werden. Sollte die Entscheidung für Karlshorst zeitnah fallen, kann auf eine Zusammenlegung der beiden Standorte Grundwald/Spandau verzichtet werden.

Seitens der bundespolizeigewerkschaften im dbb (bgv/DPolG) werden weitere Verhandlungen mit dem BPOLP und der Politik mit dem Ziel geführt, dass endlich die erforderlichen Baumaß-nahmen zeitnah realisiert werden.

29.01.09, 17:47:13

Hotte

Pressemitteilung des Bundestages:

Datum: 29.01.2009

heute im Bundestag - 29.01.2009
Reiterstaffel der Bundespolizei bekommt neues Quartier

Rechnungsprüfungsausschuss/

Berlin: (hib/HLE) Die Entscheidung über die Unterbringung der Reiterstaffel der Bundespolizei wird bis Ende März fallen. Dies kündigte die Bundesregierung am Donnerstag in der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses an. Die 2002 vom Land Berlin übernommene Reiterstaffel ist derzeit in zwei Liegenschaften des Landes Berlin in Spandau und Grunewald untergebracht. Nach Angaben der Bundesregierung ist die Liegenschaft in Spandau wegen des schlechten baulichen Zustandes für eine dauerhafte Unterbringung der Reiterstaffel nicht geeignet. Die Liegenschaft in Grunewald sei zwar für die Unterbringung der gesamten Staffel geeignet, stehe jedoch nur für eine vorübergehende Unterbringung zur Verfügung.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben habe für eine dauerhafte Lösung nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. So sei das Gelände der ehemaligen tierärztlichen Fakultät der Humboldt-Universität in der Hannoverschen Straße nicht geeignet. Auf dem Gelände der Trabrennbahn Mariendorf, das ebenfalls untersucht wurde, hätte ein teurer Neubau errichtet werden müssen. Eine dauerhafte Lösung zur Unterbringung der Reiterstaffel sei in Mariendorf nicht zu erreichen. Dagegen wird die Trabrennbahn Karlshorst in dem Bericht "für die angestrebte Nutzung als fast ideal bezeichnet". Der Betreiber müsste Gebäude und Anlagen neu errichten, die dann von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gemietet werden könnten. Eine zeitnahe Lösung für die endgültige Unterbringung der Reiterstaffel wäre in Karlshorst möglich.

Abgeordnete aller Fraktionen ließen deutlich ihren Unmut erkennen, dass es auch Jahre nach der Übernahme der Reiterstaffel durch den Bund keine Lösung für die endgültige Unterbringung gebe. Daraufhin kündigte die Regierung die Entscheidung über die Unterbringung bis Ende März an.
Herausgeber

Deutscher Bundestag, PuK 2 - Parlamentskorrespondenz
21.07.09, 08:15:38

Morpheus

Mal eine Frage in die Runde:

Wie beurteilt Ihr den Einsatzwert der Dienstpferde? Bringen die einen wirklichen Mehrwert? Gleich mal vorweg: Ich bin kein Fachmann für die Reiterstaffel, mich plagt nur die Frage, ob die Kosten-Nutzen-Relation stimmig ist.
Wie seht Ihr das?
Vielleicht kann ja auch mal ein Angehöriger der Reiterstaffel seine Meinung hier darlegen. Würde mich freuen.
24.07.09, 06:28:15

Homer68

Also ich bin nicht bei der Reiterstaffel, glaube aber, dass sie einen hohen Nutzwert hat.
Bei Demos zur Abschreckung, oder für schweres Gelände, wo Dienstfahrzeuge nur schlecht hin kommen um nur einige Einsatzgebiete zu nennen.
25.07.09, 00:29:52

Türkei-Freund

Man sitzt auch höher als auf einem Moutinbike.
28.07.09, 07:46:27

Morpheus

Aber niedriger als auf einem BedoKW. ;-)

Mich würde interessieren, wer die Hauptbedarfsträger sind... Die Länder oder der Bund?

So einen Ritt durch die brandenburgische Steppe stelle ich mir recht idyllisch vor... ;-)
28.07.09, 18:13:31

Hotte

Hallo Morpgeus,
hier Auszüge aus einer Erklärung der bgv zur Reiterstaffel:

Vorteile des Einsatzes von Polizeipferden

Polizeipferde sind ein hoher Sympathieträger der Bevölkerung gegenüber der Polizeiarbeit.
Ein deutlicher Vorteil im Einsatz ist die Sichtweite des Polizeireiters, denn seine Augen befinden sich auf einer Höhe von ca. 2,80 m, dies bedeutet:
- dass der PVB dem durchschnittlichen PKW – Führer um eineinhalb Meter überlegen ist
- der PVB den durchschnittlichen erwachsenen Fußgänger um mindestens einen Meter überragt
- der Polizeireiter dem LKW – Fahrer auf gleicher Sichthöhe gegenübersteht.
Außerdem wird er dadurch von allen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen.

Mit einem Dienstpferd können alle Geländeteile, insbesondere Bereiche mit aufgelockerter Bebauung, Grünflächen und bewaldete Gebiete erreicht werden. Somit ist in diesem Bereich das Polizeipferd das geeignetste Führungs- und Einsatzmittel. Im Gegensatz zur Fuß-, bzw. motorisierten Streife muss sich der Reiter nicht auf den Weg konzentrieren. Denn das Dienstpferd findet den Weg selbstständig, der Reiter kann sich somit auf den Einsatzraum konzentrieren. Reiter haben in diesen Bereichen aufgrund ihrer erhöhten Position immer den besseren Überblick.

Sie können bei jeder Wetterlage und auch bei Dunkelheit eingesetzt werden, denn Pferde haben ein ausgeprägtes Seh-, Hör- und Geruchsvermögen.

Pferde sind freundliche, friedliche Lebewesen und aggressionslose Herdentiere.
Uniformierte Fußstreifen machen die Erfahrung, dass sie häufig von der Bevölkerung angesprochen werden. Erfahrungen der Länderpolizeien haben gezeigt, dass berittene Streifen noch häufiger von der Bevölkerung angesprochen werden, denn viele Menschen, insbesondere in Städten wollen etwas über das Pferd erfahren oder es streicheln. Bevölkerungsnähe und Kundenorientierung ist auch dadurch gegeben, dass Polizeireiter im Gegensatz zu ihren motorisierten Kollegen immer ansprechbar sind. Somit lernt der Bürger die Bundespolizei besser kennen, Polizeipferde sind ideal für die Öffentlichkeitsarbeit geeignet.

Gem. § 2 Abs. 3 UzwG Bund sind Dienstpferde Hilfsmittel der körperlichen Gewalt und können somit im Aufgabenbereich der Bundespolizei eingesetzt werden. Aufgrund ihres respekteinflössenden Auftrittes können sie aus Gründen der Verhältnismäßigkeit als milderes Einsatzmittel angesehen werden. Denn Reiter werden immer wahrgenommen, auch aus Menschenmassen heraus. Polizeiliche Erfahrungen über den Einsatz von Polizeireitern gegenüber Menschenmassen haben immer wieder gezeigt, dass alleine das Auftreten der Polizeireiter ausreichte um Aggressionen abzubauen.

Einsatzmöglichkeiten von Polizeipferden im Aufgabenbereich der Bundespolizei

Bisher war uns der Einsatz von Polizeireitern nur im Aufgabenbereich der Länderpolizeien bekannt. Nach Meinung der bgv sollten sie bei der Bundespolizei in der Bundeshauptstadt Berlin wie folgt eingesetzt werden:

- Bei Außenstreifen zum Schutz der Verfassungsorgane des Bundes und der Bundesministerien, siehe hier insbesondere Artikel 11 des Sicherheitsabkommens Bund/ Land Berlin.

- Zu Protokollarischen Anlässen der Bundesregierung

- Zur Außen- und Innenbestreifung von Flughäfen, insbesondere in bewaldetem Gelände und Gelände mit aufgelockerter Bebauung, denn Prävention im Be-reich der Luftsicherheit hat gerade in der Zeit des internationalen Terrorismus eine besondere Bedeutung. Das Dienstpferd erreicht im Flughafenbereich Geländeabschnitte, die mittels Kfz nicht, durch Fußstreifen nur mit erheblichem Zeitaufwand erreichen.

- Zur polizeilichen Überwachung und zum polizeilichen Schutz von Streckenabschnitten im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr. Viele von diesen sind aufgrund ihres abgeschiedenen Streckenverlaufes nicht mittels Kfz, bzw. für Fußstreifen schwer zu erreichen, beachten sollte man auch die Bereiche mit aufgelockerter Bebauung, Grünflächen und bewaldete Gebiete. Hier ist das Polizeipferd das geeignetste Führungs- und Einsatzmittel für den gegebenen Überwachungsbedarf.


- Zur Unterstützung des bundesbereitschaftspolizeilichen Einsatzes, insbesondere bei der Kontrolle einer größeren Anzahl von Menschen, sowie Räum- und Absperrmaßnahmen, denn ein Polizeireiter erspart 5 – 10 PVB. Ihre Stärke liegt in Manövern aus der Bewegung.

- Zur Unterstützung von Spezialkräften, z.B. den Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten, denn Polizeireiter, ausgerüstet mit Kamera auf dem Helm sind ein ausgezeichnetes Führungs- und Dokumentationsmittel


Dies bedeutet, dass bestimmte Teile von Bundespolizeiaufgaben – Aufgaben erst durch den Einsatz des Dienstpferdes wahrgenommen werden können. Dies ist bei der momentanen Sicherheitslage von immenser Bedeutung.

Bundespolizeireiterstaffel hat sich bewährt

Besonders wichtig für die bgv ist, dass die Bundespolizeireiter sich nicht nur im täglichen Dienst der Bundespolizei sondern auch schon mehrfach in Einsätzen u.a. bei Fußballeinsätzen, währen der WM 2006, der Bundesliga, sowie bei mehreren CASTOR –Einsatz und dem G 8 Gipfel besonders bewährt haben. Auch hat der Einsatz von Bundespolizeireitern in Zivil, u.a. zum Aufgreifen von Graffiti – Straftätern hat Wirkung gezeigt. Auch in der Überwachung der „Grünen Grenze“ haben sich die Reiter bewährt, diese muss fortgeführt werden.


Die bundespolizeigewerkschaft bgv begrüßt den Einsatz von Polizeireitern bei der Bundespolizei und fordert einen Aufbau weiterer Reiterstaffeln in anderen Bundespolizeidirektionen.


 
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